Snow Player gewinnt den Preis der Deutschen Einheit (Gr. 3) in Hoppegarten

Vier Längen Vorsprung, ein geschlagener Derbysieger und ein Gruppe-3-Sieg am Tag der Deutschen Einheit: Snow Player hat uns in Berlin einen Tag geschenkt, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Es gibt Siege, die man einfach mitnimmt. Und es gibt Siege, bei denen man im Absattelring steht und erst einmal keine Worte findet. Der 3. Oktober 2026 gehört zur zweiten Sorte. Snow Player, unser Sieger aus dem Großen Preis von St. Moritz, hat in Berlin-Hoppegarten den 36. Preis der Deutschen Einheit gewonnen – ein Gruppe-3-Rennen über 2.000 Meter, dotiert mit 55.000 Euro, gegen ein Feld, in dem unter anderem der Derbysieger Dardanos stand.

Was auf dem Papier nach einem knappen Finish aussehen könnte, war auf der Bahn eine Machtdemonstration. Unter Thore Hammer-Hansen setzte sich der vierjährige Hengst in der Geraden ab und gewann mit vier Längen Vorsprung vor Best Lightning (Benjamin Marie) und Nariman (Bauyrzhan Murzabayev). Dardanos kam als Fünfter ins Ziel. Snow Player hatte dabei noch so viel Luft, dass er sich auf den letzten Metern umschauen konnte. Der Jockey brachte es nach dem Rennen auf den Punkt: „Der Trainer sagte, wir sollten prominenter dabei sein, aber das ging nicht. Er war schon überlegen."

Für uns bedeutet dieser Sieg besonders viel, weil die letzten Monate nicht einfach waren. Der letzte Sieg in diesem Jahr lag am 1. Mai zurück, dazwischen gab es Startverzichte, Rückschläge und manche Woche, in der wir uns ernsthaft gefragt haben, wann die Durststrecke endet. Dass sie ausgerechnet mit einem Gruppe-Sieg endet, in einem der stimmungsvollsten Rennen des deutschen Jahreskalenders, ist mehr, als wir uns erhofft hatten. Der Trainer nach dem Rennen: „Ich bin überwältigt, mir fehlen die Worte. Wie er das bewältigt hat – Wahnsinn."

Der Preis der Deutschen Einheit ist jedes Jahr ein Spektakel. Hoppegarten ist am 3. Oktober ein Zuschauermagnet, die Hauptstadt feiert den Feiertag auf der Rennbahn, und entsprechend groß war auch das Medienecho: dpa, Welt, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel und Stern haben über den Sieg berichtet. Dass unser Pferd im Mittelpunkt dieses Tages stand, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.

Unser Dank gilt zuallererst Paul Bowden, der Snow Player als Besitzer aus England über alle Höhen und Tiefen begleitet und nie an ihm gezweifelt hat. Er gilt Thore Hammer-Hansen für einen klugen, geduldigen Ritt. Er gilt unserem Sponsor für die Unterstützung, die solche Tage überhaupt erst möglich macht. Und er gilt unserem gesamten Team im Stall, das Snow Player in den vergangenen Wochen mit viel Sorgfalt auf dieses Rennen vorbereitet hat. Solche Siege entstehen nicht am Renntag, sondern jeden Morgen auf der Trainingsbahn.

Snow Player steht jetzt bei vier Siegen aus neun Starts – darunter der Große Preis von St. Moritz, der Riemer Ausgleich I und nun ein Gruppe-3-Rennen. Wo die Reise weitergeht, besprechen wir in den kommenden Tagen in Ruhe mit dem Besitzer. Heute genießen wir erst einmal.

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