Das Training von 2-jährigen Vollblütern
Meine
Meisterarbeit
Artikel aus meinem Blog
Manche Geschichten schreibt der Rennsport selbst. Und manchmal beginnt alles mit einer Begegnung – lange bevor ein Pferd überhaupt geboren ist. Der Sieg von Snow Player im 85. Großen Preis von St. Moritz ist für mich weit mehr als ein sportlicher Erfolg. Es ist die Vollendung einer Idee, die ihren Ursprung bereits im Jahr 2020 hatte.
Ein überlegener Auftritt auf dem gefrorenen See: Snow Player gewinnt den Grossen Preis von St. Moritz. Hier haben wir für unsere Fans die schönsten Fotos vom großen Highlight von White Turf 2026 bereitgestellt.
Was für ein Wochenende auf dem zugefrorenen St. Moritzersee! Unser Quartier durfte einen ganz besonderen Moment erleben: Snow Player gewinnt den Evangelos Pistiolis Foundation – 85. Grosser Preis von St. Moritz (Gruppe 2) und Los Angeles sichert sich Rang drei im Grand Prix UBS Skikjöring. Zwei Rennen, zwei völlig unterschiedliche Anforderungen – und doch ein gemeinsamer Nenner: Teamarbeit auf höchstem Niveau.
Zunächst möchte ich allen Besitzern, Partnern, Unterstützern und Lesern ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr wünschen. Wir starten 2026 mit Zuversicht, klaren Zielen und der nötigen Ruhe – Werte, die auch unseren heutigen Saisonauftakt prägen.
Der erste Renntag des Jahres führt unser Quartier nach Deauville, wo wir mit SNOW PLAYER und LOS ANGELES zwei Starter auf der PSF-Bahn im Einsatz haben. Diese Starts sind ganz bewusst auf den Konditionsaufbau ausgerichtet und dienen der Vorbereitung auf das White Turf im Februar in St. Moritz.
Kaum ein Thema wird am deutschen Renntag so leidenschaftlich diskutiert wie der berühmte „Kistenritt“. Viele Rennbahnbesucher sind überzeugt: Wenn ein Ersatzjockey kurzfristig in die Startbox steigt, passiert oft etwas Besonderes. Doch stimmt dieses Bauchgefühl wirklich? In diesem Beitrag möchte ich aus Sicht unseres Rennstalls erklären, was hinter dem Begriff steckt, warum es kaum belastbare Statistiken gibt – und welche praktischen Erfahrungen wir im Traineralltag tatsächlich machen.
Für uns im Rennstall gibt es Pferde, die einfach mehr bedeuten als ihre Bilanz aus Siegen und Platzierungen. Pferde, bei denen man vom ersten Moment an spürt, dass sie eine Geschichte mitbringen – und eine Zukunft vor sich haben. Genau so eine Stute ist SNOW LATE, die morgen auf der Vente d’Élevage in Deauville als künftige Mutterstute angeboten wird. Ich habe sie damals selbst selektiert und ersteigert. Jetzt begleite ich sie persönlich auf den nächsten Schritt ihrer Karriere.
Es gibt Momente, die fallen einem als Trainer besonders schwer.Heute möchte ich — gemeinsam mit unserem gesamten Team — einer Persönlichkeit danken, die unseren Stall über viele Jahre geprägt hat: Susanne „Susi“ Wlodkowski.Ihr Abschied bedeutet für uns einen großen Verlust, aber auch einen Moment voller Respekt und Dankbarkeit.
Ein ereignisreicher Abschluss – unser Quartier zeigte am letzten Renntag in München Einsatz und Moral. Besonders erfreulich war der dritte Platz unserer zweijährigen Fine Bubbles, die eine starke Vorstellung bot.
Am Samstag, den 8. November 2025, steht in München-Riem der letzte Renntag der Saison an – mit starken Feldern und dem Großen Preis von Bayern als Highlight. Für unser Quartier wird es ein arbeitsreicher, spannender Tag, denn wir sind mit insgesamt neun Startern vertreten. Hier unsere Einschätzungen zu den Chancen unserer Pferde.
Der Schweizer Wallach mit dem coolen Namen LOS ANGELES wird derzeit in unserem Münchner Quartier auf das legendäre Skikjöring beim White Turf St. Moritz vorbereitet. Gemeinsam mit der erfahrenen Engadinerin Leta Joos peilt er dort erneut eine Spitzenplatzierung an.
Manchmal sind es nicht die Favoriten, die Geschichte schreiben, sondern jene, die niemand auf der Rechnung hatte. Beim Breeders’ Cup Turf 2025 in Del Mar gelang dem Iren Willie Mullins eine Sensation, die selbst erfahrene Rennsportfans staunen ließ – und Erinnerungen an zwei unvergessene Kapitel aus unserem eigenen Stall weckte: Feuerblitz und Olorda.

Der Sieg von Snow Player im 85. Großen Preis von St. Moritz war sportlich beeindruckend – aber physiologisch betrachtet erst der Anfang eines komplexen Prozesses. 2.000 Meter auf Schnee, gelaufen auf rund 1.800 Metern Höhe, stellen eine extreme Belastung für Muskulatur, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel dar. Was danach folgt, ist weniger sichtbar – aber wissenschaftlich hochspannend. Genau in dieser Phase befinden wir uns jetzt.